Oberarm- /Oberschenkel-Straffung

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Erschlaffte Haut an Oberarmen oder Oberschenkeln kann trotz Sport, Gewichtsreduktion und gesunder Lebensweise bestehen bleiben. Häufig entsteht sie nach größerer Gewichtsabnahme, durch altersbedingte Veränderungen des Bindegewebes, nach Fettabsaugungen oder eine genetische Veranlagung. Eine Oberarm- oder Oberschenkelstraffung kann helfen, überschüssige Haut zu entfernen, die Körperkontur zu verbessern und wieder mehr Sicherheit in Kleidung, Bewegung und Alltag zu gewinnen.

Dr. med. Jochen von Freyhold

Wann ist ein Eingriff anzuraten, wann nicht?

1

Nach Gewichtsabnahme

Wenn überschüssige Haut an Armen oder Beinen dauerhaft bestehen bleibt.
2

Bei funktionellen Beschwerden

Wenn Hautfalten zu Reibung, Rötungen, Entzündungen oder Bewegungseinschränkungen führen.
3

Für eine harmonischere Kontur

Wenn Sport die Muskulatur verbessert, die erschlaffte Haut aber nicht ausreichend strafft.
4

Nach Liposuktionen (Fettabsaugungen)

Wenn nach Fettabsaugungen der Oberarme oder Oberschenkel sich die Haut nicht ausreichend strafft.

Ein Eingriff kann sinnvoll sein, wenn ein deutlicher Hautüberschuss besteht, der sich nicht mehr ausreichend zurückbildet und als ästhetisch oder funktionell belastend empfunden wird. Gerade nach starker Gewichtsabnahme kann das Gewebe so erschlafft sein, dass Sport die Kontur zwar verbessern, überschüssige Haut aber nicht beseitigen kann. Auch Reibung, Hautreizungen, Entzündungen oder Einschränkungen bei Kleidung und Bewegung können für eine Straffung sprechen.

Nicht sinnvoll ist eine Straffung, wenn primär Fettdepots ohne relevanten Hautüberschuss vorliegen. In solchen Fällen kann gegebenenfalls eine Fettabsaugung ausreichen. Auch bei noch stark schwankendem Gewicht, nicht abgeschlossener Gewichtsreduktion oder unrealistischen Erwartungen sollte der Eingriff zunächst zurückgestellt werden. Wichtig ist eine stabile Ausgangssituation, damit das Ergebnis langfristig möglichst gut erhalten bleibt.

Eingriff kurz erklärt

Bei einer Oberarm- oder Oberschenkelstraffung wird überschüssige Haut entfernt und das verbleibende Gewebe neu geformt. Ziel ist eine glattere, straffere und harmonischere Kontur. Je nach Befund wird der Eingriff häifoig mit einer Fettabsaugung kombiniert, um zusätzliche Fettdepots zu reduzieren und den Übergang zur umgebenden Körperform weicher zu gestalten.

Die Schnittführung richtet sich nach Ausmaß und Lage des Hautüberschusses. Bei der Oberarmstraffung verläuft die Narbe an der Innenseite des Oberarms, möglichst unauffällig von der Achsel in Richtung Ellenbogen. Bei der Oberschenkelstraffung kann der Schnitt in der Leistenregion, an der Oberschenkelinnenseite oder kombiniert verlaufen. Welche Technik sinnvoll ist, hängt von Gewebequalität, Hautüberschuss und gewünschtem Ergebnis ab.

Nach der Operation ist konsequente Schonung wichtig. In der Regel wird spezielle Kompressionskleidung getragen, um Schwellungen zu reduzieren, das Gewebe zu stabilisieren und die Heilung zu unterstützen. Regelmäßige Kontrolltermine dienen der Überprüfung von Wundheilung, Schwellungen, Narbenentwicklung und Beweglichkeit.

Sport, schweres Heben und stärkere körperliche Belastung sollten zunächst vermieden und erst nach ärztlicher Freigabe schrittweise wieder aufgenommen werden. Besonders bei Oberschenkelstraffungen ist in der Anfangsphase auf Reibung, Spannung und längeres Sitzen oder Stehen zu achten. Eine sorgfältige Narbenpflege unterstützt das langfristige ästhetische Ergebnis.

Kurz­info

Dauer (OP, Behandlung)
1–2 h
Anästhesie
Vollnarkose
Klinik­aufenthalt
ambulant oder über Nacht
Nachbe­handlung
Kompressionskleidung für 6 Wochen, Schonung, Narbenpflege
Arbeits­fähigkeit
meist nach 1 Woche
Faden­entfernung
Knotenentfernung nach 2 Wochen
Kontroll­untersuchung
nach 1 Woche, 2 Wochen, 4 Wochen, 2 Monaten, 4 Monaten und 10 Monaten
Gesellschafts­fähig
nach 5 Tagen

Exzellente Ergebnisse
durch ein eingespieltes Team

Welche Planungen sind nötig?

Vor dem Eingriff werden Hautqualität, Fettverteilung, Gewichtsstabilität, Narbenverlauf und persönliche Ziele sorgfältig beurteilt. Entscheidend ist, ob eine reine Fettabsaugung ausreicht oder ob tatsächlich überschüssige Haut entfernt werden muss. Ebenso wird geprüft, welche Schnittführung das beste Verhältnis aus Straffungseffekt und möglichst unauffälliger Narbe ermöglicht.

Zur Planung gehören außerdem die Besprechung von Narkose, Operationsdauer, Ausfallzeit, Kompressionskleidung, Narbenpflege und realistischer Ergebnisentwicklung. Bei Patientinnen und Patienten nach starker Gewichtsabnahme sollte das Gewicht möglichst stabil sein. Auch bestehende Vorerkrankungen, Medikamente, Nikotinkonsum und individuelle Wundheilungsrisiken werden berücksichtigt.

Risiken

Wie bei jeder Operation bestehen allgemeine Risiken wie Blutergüsse, Schwellungen, Nachblutungen, Infektionen, Wundheilungsstörungen, Schmerzen, Thrombosen, Embolien, Narkoserisiken oder auffällige Narbenbildung. Auch vorübergehende Sensibilitätsstörungen im Operationsgebiet sind möglich.

Spezifisch bei Oberarm- und Oberschenkelstraffungen können Spannungsgefühle, länger anhaltende Schwellungen, Flüssigkeitsansammlungen, Asymmetrien oder verbreiterte Narben auftreten. Da die Schnitte in bewegungsreichen Körperregionen liegen, kann die Wundheilung durch Zug, Reibung oder Belastung empfindlicher reagieren. Bei der Oberschenkelstraffung besteht zusätzlich ein erhöhtes Risiko für Schwellungen im Beinbereich, Reizungen in der Leiste oder verzögerte Heilung an Stellen mit hoher Spannung.

Eine sorgfältige Planung der Schnittführung, eine gewebeschonende Operationstechnik und eine konsequente Nachsorge sind entscheidend, um Risiken zu reduzieren und ein stabiles, ästhetisch überzeugendes Ergebnis zu erreichen.

Fachärztliche Erfahrung:
klinisch fundiert, ästhetisch präzise.

Dr. med. Jochen von Freyhold ist Facharzt für plastische und ästhetische Chirurgie und parallel am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) tätig. Die enge Anbindung an die universitäre Medizin gewährleistet höchste medizinische Standards, kontinuierlichen fachlichen Austausch und den Einsatz bewährter, moderner Techniken.

Seine besondere Stärke liegt in der präzisen Analyse, der feinen chirurgischen Ausführung und der sensiblen Erfassung individueller Wünsche. Jede Behandlung wird mit größter Sorgfalt und Verantwortung persönlich geplant und durchgeführt.

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