Augenlidstraffung

Lidplastik für Oberlid / Unterlid

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Die Augenpartie prägt maßgeblich, wie wach, offen und frisch ein Gesicht wirkt. Schlupflider, hängende Oberlider, Tränensäcke oder erschlaffte Unterlider können den Ausdruck müde, schwer oder älter erscheinen lassen, als man sich fühlt. Eine Augenlidstraffung kann helfen, die Augenpartie zu öffnen, überschüssige Haut zu entfernen und den natürlichen Gesichtsausdruck wieder klarer und erholter wirken zu lassen.

Je nach Befund kann eine Oberlidstraffung, eine Unterlidstraffung oder eine Kombination beider Verfahren sinnvoll sein.

Dr. med. Jochen von Freyhold

Wann ist ein Eingriff anzuraten, wann nicht?

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Schlupflider / schwere Oberlider

Wenn überschüssige Haut die Augenpartie müde wirken lässt oder das Sichtfeld einschränkt.
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Tränensäcke / erschlaffte Unterlider

Wenn Hautüberschuss oder Fettgewebe die Unterlidregion dauerhaft belasten.
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Wacherer, frischerer Ausdruck

Wenn die Augenpartie nicht mehr zum eigenen Lebensgefühl passt, ohne das Gesicht grundsätzlich zu verändern.

Eine Lidplastik kann sinnvoll sein, wenn überschüssige Haut am Oberlid das Auge optisch verkleinert, das Oberlid verdeckt oder sogar das Sichtfeld einschränkt. Auch ausgeprägte Tränensäcke, Hautüberschuss, Fältchen oder eine erschlaffte Unterlidregion können Gründe für eine Unterlidstraffung sein. Ziel ist nicht, den Gesichtsausdruck zu verändern, sondern ihn wacher, klarer und natürlicher wirken zu lassen.

Nicht immer ist eine Lidstraffung die richtige Lösung. Wenn vor allem abgesunkene Augenbrauen, Volumenverlust im Mittelgesicht, dunkle Augenringe oder eine schlechte Hautqualität im Vordergrund stehen, können andere oder ergänzende Behandlungen sinnvoller sein. Auch bei stark trockenen Augen, bestimmten Augenerkrankungen, unrealistischen Erwartungen oder erhöhten Wundheilungsrisiken sollte der Eingriff besonders sorgfältig geprüft werden. Vor einer Lidplastik ist deshalb eine genaue Analyse der Augenpartie entscheidend. Trockene Augen können sich nach einer Lidoperation vorübergehend verstärken.

Eingriff kurz erklärt

Bei der Oberlidstraffung wird überschüssige Haut — bei Bedarf auch ein kleiner Anteil Fettgewebe — entfernt. Die Schnittführung liegt in der natürlichen neu geplanten Lidfalte, sodass die spätere Narbe sehr unauffällig zum Liegen kommt. Der Eingriff kann häufig ambulant und in örtlicher Betäubung durchgeführt werden; auf Wunsch oder bei größerem Umfang kann eine Dämmerschlaf- oder Vollnarkose sinnvoll sein.

Bei der Unterlidstraffung werden Tränensäcke (Fettgewebeüberschuss), Hautüberschuss und erschlaffte Gewebestrukturen korrigiert. Je nach Befund erfolgt der Zugang außen knapp unterhalb der Wimpernlinie oder innen über die Bindehaut, wenn vor allem Fettgewebe behandelt wird und kein relevanter Hautüberschuss besteht. Die Unterlidkorrektur ist anatomisch anspruchsvoller als die Oberlidstraffung, da Lidspannung, Lidkante, zu entfernende oder umzuverteilende Fettgewebsmenge und der Übergang zur Wange besonders präzise beurteilt werden müssen.

Nach einer Lidstraffung sind Schwellungen, Blutergüsse, ein leichtes Spannungsgefühl, Reizungen oder vorübergehend trockene Augen normal. In den ersten Tagen helfen körperliche Schonung, Schlafen mit leicht erhöhtem Oberkörper und vorsichtiges Kühlen. Kontaktlinsen, Make-up, Sport, Sauna, starke Sonneneinstrahlung und körperliche Belastung sollten zunächst vermieden werden.

Die Fäden werden  nach etwa einer Woche entfernt. Viele Patientinnen und Patienten sind nach ein bis zwei Wochen wieder gesellschafts- und arbeitsfähig; kleinere Restschwellungen können, besonders nach einer Unterlidstraffung, länger sichtbar bleiben. Die frühe Heilungsphase kann Schwellungen, Blutergüsse, Reizungen und trockene Augen umfassen.

WICHTIG!

Korrekturen der Augenlider zählen zu den kleinen plastisch-chirurgischen Eingriffen, welche im Normalfall auch so gut wie keine Schmerzen verursachen. Gerade deswegen ist es wichtig, sich in den ersten Tagen nach dem Eingriff aktiv selbst zur Ruhe zu ermahnen. Geben Sie Ihrem Körper die Chance, schnell und unkompliziert zu heilen. Häufiges Kühlen und der komplette Verzicht auf körperliche Anstrengung sind dafür essenziell. Der Kopf sollte in den ersten Tagen immer oberhalb der Herzhöhe sein; auch beim Schlafen deswegen leicht erhöht liegen. Unbedingt zu vermeiden sind Arbeiten kopfüber (selbst ein Schuhebinden gehört dazu), da dadurch die Gefahr einer Nachblutung steigt!

Kurz­info

Dauer (OP, Behandlung)
Oberlid: 40 min; Unterlid 60-90 min
Anästhesie
Lokalbetäubung (Oberlid) oder Vollnarkose
Klinik­aufenthalt
Ambulant oder über Nacht
Nachbe­handlung
Schonen, kühlen, Augentropfen (Unterlider)
Arbeits­fähigkeit
nach 1 Woche
Faden­entfernung
nach 1 Woche
Kontroll­untersuchung
nach 1 Woche, 2 Wochen, 4 Wochen, 2 Monaten, Unterlider nach 4 und 8 Monaten
Gesellschafts­fähig
OL 1 Woche, UL 2 Wochen

Exzellente Ergebnisse
durch ein eingespieltes Team

Welche Planungen sind nötig?

Vor dem Eingriff wird die gesamte Augenregion sorgfältig analysiert: Oberlidhaut, Lidfalte, Augenbrauenposition, Unterlidspannung, Tränensäcke, Hautqualität, Augenform, Gesichtssymmetrie und mögliche Trockenheits- oder Reizzustände der Augen. Wichtig ist die Unterscheidung, ob tatsächlich ein Hautüberschuss am Lid vorliegt oder ob abgesunkene Brauen, Volumenverlust oder eine Erschlaffung im Mittelgesicht den Befund mitverursachen.

Zur Planung gehören außerdem die Festlegung der geeigneten Technik, die Schnittführung, die Narkoseform, mögliche Kombinationen mit weiteren Verfahren sowie die realistische Besprechung von Ergebnis, Heilungsverlauf und Ausfallzeit. Bei funktioneller Einschränkung des Sichtfeldes kann zusätzlich eine augenärztliche Abklärung sinnvoll sein.

Risiken

Wie bei jeder Operation bestehen allgemeine Risiken wie Blutergüsse, Nachblutungen, Schwellungen, Infektionen, Wundheilungsstörungen, Schmerzen, Narbenbildung, vorübergehende Sensibilitätsstörungen oder Narkoserisiken. Diese Risiken sind bei einer fachgerecht geplanten und durchgeführten Lidstraffung meist gut kontrollierbar, sollten aber offen besprochen werden.

Spezifisch bei der Lidplastik können vorübergehend trockene, gereizte oder lichtempfindliche Augen auftreten. Auch Tränenfluss, Spannungsgefühl, Asymmetrien, sichtbare Narben, veränderte Lidstellung oder Schwierigkeiten beim vollständigen Lidschluss sind möglich. Bei der Unterlidstraffung besteht insbesondere das Risiko einer Lidrandverziehung, eines sogenannten Ektropiums oder eines vorübergehend nach unten gezogenen Unterlids. Sehr selten können ernstere Komplikationen auftreten, die das Sehvermögen betreffen.

Gerade deshalb sind eine präzise Befundanalyse, zurückhaltende Gewebeentfernung und sichere Beurteilung der Lidspannung entscheidend. Das Ziel ist eine frischere, offenere Augenpartie — nicht ein veränderter oder unnatürlich operierter Blick.

Fachärztliche Erfahrung:
klinisch fundiert, ästhetisch präzise.

Dr. med. Jochen von Freyhold ist Facharzt für plastische und ästhetische Chirurgie und parallel am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) tätig. Die enge Anbindung an die universitäre Medizin gewährleistet höchste medizinische Standards, kontinuierlichen fachlichen Austausch und den Einsatz bewährter, moderner Techniken.

Seine besondere Stärke liegt in der präzisen Analyse, der feinen chirurgischen Ausführung und der sensiblen Erfassung individueller Wünsche. Jede Behandlung wird mit größter Sorgfalt und Verantwortung persönlich geplant und durchgeführt.

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